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Trüber September: DAX rutscht unter 25.200 Punkte

Frank Sohlleder
01. October 2026

Trüber September-Abschluss: DAX rutscht nach Inflations-Schock unter 25.200 Punkte!

Der deutsche Leitindex hat einen schwachen Börsenmonat mit erneuten Verlusten beendet. Mit einem Tagesminus von 0,79 Prozent schloss der DAX bei 25.199,19 Punkten, was den gesamten September-Verlust auf rund vier Prozent summiert. Auch der MDAX gab leicht um 0,13 Prozent auf 30.842,53 Zähler nach. Dabei glich der Tagesverlauf einer Achterbahnfahrt: Ein zwischenzeitlicher Erholungsversuch in Richtung der 25.500-Punkte-Marke scheiterte am Nachmittag kläglich, als massiver Verkaufsdruck den Index zurück in die tiefe Verlustzone drückte.

US-Rückenwind verpufft: Heimische Inflation und Ölpreise würgen Erholung ab

Paradoxerweise präsentierte sich die makroökonomische Datenlage aus den USA äußerst erfreulich. Ein robuster US-Arbeitsmarkt, stärkeres Wirtschaftswachstum und abnehmender Inflationsdruck jenseits des Atlantiks konnten das Frankfurter Parkett jedoch nicht dauerhaft stützen. Das fundamentale Problem liegt in Europa: Die hartnäckig hohe Inflation in Deutschland – die im September bei 3,3 Prozent lag – sowie in anderen wichtigen Euro-Ländern wog für die hiesigen Investoren am Ende deutlich schwerer. Erschwerend kam hinzu, dass unaufhaltsam steigende Ölpreise und kletternde Anleiherenditen die Risikoaversion auf dem Parkett spürbar hochhielten.

Monatsauftakt der Extreme: Micron-Zahlen und Makro-Kaskade diktieren den Oktober-Start!

Nach US-Börsenschluss richtete sich der exklusive Fokus auf die Quartalszahlen des Speicherchip-Giganten Micron – ein absolut kritischer Gradmesser für die operative Realität des globalen KI-Booms. Enttäuschende Signale könnten die schwelende KI-Skepsis unverzüglich in aggressiven Verkaufsdruck übersetzen. Für den morgigen Donnerstag, den ersten Handelstag im Oktober, steht dem Markt zudem ein massiver Daten-Cocktail bevor. Während die asiatischen Märkte wegen Feiertagen in China und Hongkong teilweise ruhen, prasseln in Europa und den USA harte Konjunkturindikatoren auf das Parkett. Neben den finalen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone rückt am Nachmittag vor allem der US-ISM-Index als realwirtschaftliches Thermometer in den Mittelpunkt. Die Kernfrage lautet: Löst die geballte Kombination aus Micron-Ausblick und makroökonomischen Frühindikatoren die nächste heftige Bewertungs-Kaskade bei Zinsen und Aktien aus?

 

 

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