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Continental fällt mit BMW

Dirk Friczewsky
12. September 2024

Continental fällt mit BMW


Die BMW AG publizierte am Dienstag, den 10. September 2024 eine Pflichtmitteilung (Ad hoc-Mitteilung gemäß Artikel 17 MAR) – man passte die Jahresprognose 2024 nach unten an. Man verwies dabei auf zusätzliche Belastungen im Segment Automobile. Angaben der BMW-Leitung zufolge kommt es zu Auslieferungssperren für Neuwagen, sowie Rückrufe im Zusammenhang mit dem vom „Lieferanten“ zugelieferten „Integrierten Bremssystem“ (IBS). Den Lieferanten nannte man dabei namentlich nicht. Der Schaden bei BMW ist hoch, denn die Auslieferungssperren bedeuten für BMW global niedrigere Absatzzahlen, die man im Zahlenwerk des zweiten Halbjahres 2024 ablesen wird können. Obendrein werden die Rückrufmaßnahmen in Bezug auf über 1,5 Millionen Fahrzeuge hohe Gewährleistungskosten auslösen, die BMW wohl im dritten Quartal verbuchen wird müssen. Der BMW-Vorstand umreist die Kosten mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Der Lieferant „Continental“ ging im Rahmen dieser BMW-Veröffentlichung von sich aus in die Vollen. Bei Continental bereitete man sich auf die „IBS“-Problematik in Bezug auf BMW vor und bildete bereits eine Rückstellung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bei Continental geht man einem Bericht zufolge davon aus, dass nicht das gesamte Bremssystem betroffen ist, sondern möglicherweise nur ein elektronisches Bauteil. Dennoch eine ausgesprochen ärgerliche und teure Angelegenheit.

 

Die Story drückte die Aktie am Dienstag via Xetra kräftig in den Keller – das Minus betrug 10,51 Prozent, der Schlusskurs lag bei 52,60 Euro. Die schöne Erholung aus dem August ist damit komplett dahin und das Wertpapier sieht wieder recht charttechnisch angeschlagen aus. Der Börsenwert von 10,52 Milliarden Euro ist auch nicht gerade viel. Dabei veröffentlichte man am 07. August 2024 noch wirklich starke Quartalszahlen QII/2024. Die Halbjahreszahlen verdeutlichten hingegen schon eher, dass Continental noch lange nicht über dem Berg ist. Der Umsatz in HI/2024 ging gegenüber HI/2023 von 20,732 auf 19,791 Milliarden Euro um 4,5 Prozent zurück. Im Vergleichszeitraum schmierte das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis von 591 auf 252 Millionen Euro um satte 57,4 Prozent ab. Das Ergebnis je Aktie auf verwässerter Basis fiel in dieser Zeit von 2,95 auf 1,26 Euro.

 

Continental– was sagt die Charttechnik?

 

Die Chartanalyse erfolgt im vorliegenden Fall im Tageschartbild. Als Referenzwert gilt der jeweilige Kurs des CFDs auf die Aktie der Continental AG via Xetra. Der Kursverlauf vom letzten hier für die Analyse relevanten Zwischentief des 30. September 2022 von 44,280 Euro bis zum Zwischenhoch des 09. März 20223 bei 79,180 Euro, könnte zur Ermittlung der nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite genutzt werden (diese Bewegung entspricht der letzten größeren Aufwärtsstrecke der Aktie). An diesen beiden Startmarken könnte eine Fibonacci-Analyse angelegt werden. Die dann von der webbasierten Handel- und Analyseplattform „ActivTrader“ ausgeworfenen Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen könnten der Ermittlung der künftigen Widerstände und Unterstützungen dienen.

 

Auf der Oberseite wären die Widerstände bei den Marken von 57,612 Euro (0.618%), 61,730 Euro (0.50%), 65,848 Euro (0.382%), 70,944 Euro (0.236%) und 79,180 Euro (0.00%) abzuleiten. Auf der Unterseite wären die Unterstützungen bei den Marken von 52,516 (0.764%) und 44,280 Euro (1.00%), sowie bei den Projektionen von 36,044 Euro (1.236%), 30,948 Euro (1.382%) und 22,712 Euro (1.618%) herauszuarbeiten. Dem Chartbild wurden hier auch die drei EMAs (EMA50 in lila Farbe, EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) hinzugefügt. Die jeweiligen Kurszielbereiche für die Bullen und Bären wären hier mit den rot und grün eingefärbten Rechtecken visualisiert.

 

Zur Oberseite wäre ein Test des 0.382prozentigen Fibonacci-Retracements bei 65,848 Euro möglich. Zur Unterseite könnte das 1.00prozentige Fibonacci-Retracement von 44,280 Euro getestet werden. Der Relative-Strength-Index (RSI) wies zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 28,43 Punkten bereits eine überverkaufte Marktverfassung der Aktie auf.


Continental fällt mit BMW


Quelle: ActivTrader


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