Aktives Trading bietet viele Strategien. Meist wird dabei auf den steigenden Kurs gesetzt. Mit dem Breakout Trading schlagen Sie einen alternativen Weg ein. Sobald eine Entwicklung aus der definierten Bewegung ausbricht, beginnt ein neuer Trend und markiert maximale Dynamik.
An dieser Stelle setzt die Breakout Strategie für profitable Gewinne ein. Allerdings wird von Tradern, die auf diese Trading-Form vertrauen, maximales Know-how erwartet. Seine Risiken zu kennen und Indikatoren lesen zu wissen, sind die Basis für ein profitables Breakout Trading.
Insbesondere die sogenannten False Breakouts stellen ein hohes Risiko dar. Eine Kehrtwende kann den Umschwung einleiten, aber sie kann sich in einigen Fällen auch als Strohfeuer erweisen. Umso wichtiger ist es, die Parameter für wirkliche Breakouts frühzeitig einzuwerten.
In unserem Artikel geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über das Breakout Trading, zeigen gängige Fehler auf und geben Tipps, wie Sie Ihr Risikomanagement auf die Strategie anpassen.
Was ist Breakout Trading und wie funktioniert es
Im gängigen Trading steht das Wachstum eines Kurses im Fokus. Beim Breakout Trading eröffnen Sie Ihre Positionen jedoch erst, sobald der Kurs ein wichtiges Unterstützungs- oder Widerstandsniveau durchbricht.
Breakout Trading basiert auf der Annahme, dass ein klarer Durchbruch neue Marktteilnehmer anzieht und somit die Platzierung neuer Positionen zunimmt. Stop-Loss-Orders oder Momentum-Trader, die auf diese kurzfristige Neuentwicklung spekulieren, sorgen zusammen für eine erhöhte Volatilität und ein steigendes Handelsvolumen.
Ein klassischer Breakout-Trader wartet die Neuausrichtung des Kurses nicht ab, sondern handelt mit dem Ausbruch und der Kehrtwende selbst. Dafür ist eine passende Breakout Strategie nötig, denn die Ausbrüche halten nur für kurze Zeit. Im schlimmsten Fall erweist sich ein Moment sogar als False Breakout.
Gängige Breakout-Strategien im Trading
Verschiedene Strategien im Breakout Trading zeigen, wie vielfältig und divers der Markt ist. Anhand von zahlreichen Faktoren wie Zeit, Stil und Markt bringen die unterschiedlichen Breakout Strategien individuelle Vorteile mit sich.
Eine der bekanntesten Methoden ist der Range Breakout. Dabei identifizieren Sie eine Seitwärtsphase, in der sich ein Kurs über einen definierten Zeitraum zwischen zwei Hoch- und Tiefpunkten bewegt. Verlässt der Kurs diese Range im oberen oder unteren Bereich, steigen Sie ein.
Ebenfalls ist der Opening Range Breakout gefragt. Hierbei setzen Sie auf die erste Handelsperiode eines Handelstages, um die Handelsspanne zu definieren. Somit legen Sie die Range fest, aus der ein Ausbruch möglich werden kann.
Eine weitere Breakout Strategie ist der Trendlinien-Breakout. In diesem Fall handeln Sie den Durchbruch einer steigenden oder fallenden Trendlinie. Bei diesen Breakouts sind Trendwenden kein Einzelfall und läuten oftmals einen Kurswechsel ein. Allerdings ist dies keine garantierte Entwicklung und ein Fake Breakout ist möglich.
Außerdem kann auch der News-basierte Breakout eine Option darstellen. Wichtige Wirtschaftsdaten oder Unternehmensberichte bestimmen das Marktgeschehen und führen zu heftigen Bewegungen. In solchen Marktphasen kann sich der Einsatz einer Momentum-Strategie lohnen.
Für welche Strategie Sie sich entscheiden, ist Ihrer Entscheidung überlassen. Testen Sie ausgiebig, bei welcher Breakout Strategie sich wohlfühlen. Es ist auch hilfreich zu prüfen, wie viel Zeit Sie ins Trading investieren können. Auch anhand dieses Faktors lassen sich geeignete Strategien finden und umsetzen.
Breakout-Indikatoren und Chartmuster im Überblick
Breakouts lassen sich nicht mit Gefühlen oder Vorahnungen definieren, sondern verlangen eine präzisere Identifikation. Technische Indikatoren und Chartmuster sind häufig genutzte Hilfsmittel, die bei der Auswertung helfen. Der richtige Einsatz dieser Werkzeuge erhöht die Chance, potenzielle Breakouts frühzeitig zu erkennen.
- Unterstützungs- und Widerstandszonen: Auf Basis früherer Hochs und Tiefs definieren Sie die Range, die als Begrenzung gilt. Je klarer ein Kursniveau eingegrenzt wird, desto schneller kann ein späterer Ausbruch klassifiziert werden.
- Bollinger-Bänder: Sie werden häufig genutzt, um Phasen niedriger Volatilität zu identifizieren. Verengen sich die Bänder zunehmend, deutet dies auf einen bevorstehenden Breakout hin. Ein Durchbruch des oberen oder unteren Bands kann als Einstiegssignal dienen.
- Average True Range: Ein nützliches Instrument, welches die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Marktes misst. Es hilft Ihnen, realistische Stop-Loss-Marken zu bestimmen.
Valide Breakouts von Fake Breakouts zu unterscheiden, benötigt Erfahrung und die Fähigkeit, Charts zu lesen und zu deuten. Rechtecke, Flaggen und Wimpel unterstützen als Markierungshilfen, die wichtige Entwicklungen markieren. Verwenden Sie diese Helfer, um sich Muster sichtbar zu machen. Somit sind Ausbrüche einfacher auszumachen und das Handlungssignal kann zügiger umgesetzt werden.
False Breakout vs. Echter Breakout – Unterschiede erkennen
Im Breakout Trading einen Ausbruch zu erkennen, ist eine Sache. Ihn von einem False Breakout zu unterscheiden, ist eine ganz andere Herausforderung. Ein Fake Breakout definiert sich darüber, dass er zwar eine Kurswende einschlägt, aber schnell wieder zu seiner vorherigen Richtung zurückkehrt.
Wenn nur noch ein geringes Handelsvolumen vorhanden ist, dient dies als Warnsignal für einen False Breakout. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass ein echter Ausbruch von einem deutlichen Volumenanstieg begleitet wird.
Auch der Zeitrahmen spielt eine wichtige Rolle. Breakouts auf sehr niedrigen Zeiteinheiten sind anfälliger für Fehlsignale. Erfahrene Trader warten daher auf den Schlusskurs einer Kerze und bewerten dieses Signal als gültig. Hier benötigt es Erfahrungswerte, die über einen längeren Zeitraum gesammelt werden. Einsteiger sollten sehr vorsichtig sein, jeden Kurswechsel als realen Breakout zu werten.
Weiterhin muss der Marktkontext einer genauen Prüfung unterzogen werden. Befindet sich der Markt in einer übergeordneten Seitwärtsphase oder kurz vor wichtigen Nachrichten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines False Breakouts. Oft bewirken Meldungen nur ein kurzes Aufbäumen oder Absinken des Marktes.
Um sich zu schützen, sind Pullback-Einstiege ein erprobtes Mittel. Dabei warten Sie nach dem Ausbruch auf die Rückkehr zum vorherigen Plateau und steigen erst dann ein, wenn dieses Niveau bestätigt wird.
Breakout Trading beim Spread Betting – Ausführung und Risikokontrolle
Beim Spread Betting wird Breakout Trading oft eingesetzt, da sich diese Handelsform für kurzfristige Strategien eignet. Sie spekulieren in diesem Fall auf die steigenden oder fallenden Kurse. Der zugrunde liegende Basiswert bleibt dabei außen vor.
Die Ausführung erfolgt meist über Stop-Orders, die oberhalb oder unterhalb eines Widerstands platziert werden. Erreicht der Markt das gesetzte Niveau, wird Ihre Position automatisch eröffnet. Somit haben Sie Ihre Wunschpositionen automatisiert festgelegt, was ein Prüfen in kurzen Abständen hinfällig macht. Nun gilt es jedoch, die anhaltende Entwicklung im Blick zu behalten.
Ein zentraler Aspekt ist die Risikokontrolle. Da Breakouts ein sehr dynamisches Verhalten an den Tag legen, empfiehlt es sich, stets mit fest definierten Stop-Loss-Marken zu arbeiten. Die meisten Trader nutzen garantierte Stopps, um sich gegen unerwartete Kurssprünge abzusichern. Eine Garantie kann jedoch nie gegeben werden.
Auch die gewählte Positionsgröße kann den entscheidenden Faktor ausmachen. Vertrauen Sie lieber auf kleinere Positionen pro Trade und schützen Sie somit Ihr wertvolles Kapital. Damit halten Sie Ihr Risiko deutlich im Rahmen und verkraften Verluste deutlich besser.
Spread Betting bietet zudem den Vorteil, dass Sie sowohl Long- als auch Short-Breakouts handeln können. Volatilität, Slippage oder Spreads müssen in Breakout Strategien immer wieder geprüft werden, um Verluste einzudämmen.
Breakout Trading – Häufige Fragen (FAQ)
Ist Breakout Trading für Anfänger geeignet?
Grundsätzlich können Anfänger ins Breakout Trading einsteigen. Es erfordert jedoch Disziplin und ein gutes Risikomanagement, um plötzliche negative Entwicklungen abzufedern. Trader, die wenige Markterfahrungen mitbringen, sollten Strategien längerfristig austesten, bevor reales Geld investiert wird.
Welche Märkte eignen sich besonders für Breakout Trading?
Breakout Trading funktioniert in vielen Märkten. Somit kann Breakout Trading mit Forex, Aktien, Indizes und Rohstoffen erfolgen. Außerdem sind liquide Märkte mit klaren Unterstützungs- und Widerstandsniveaus ein gutes Feld, um Breakout Strategien anzuwenden.
Wie kann ich False Breakouts eindämmen?
Vermeiden lassen sich False Breakouts kaum. Doch eine Kombination aus Volumenanalyse, höheren Zeiteinheiten und klaren Einstiegsregeln hilft Ihnen dabei, Fehlsignale zu reduzieren. Es gilt jedoch zu jeder Zeit, dass Vorsicht geboten ist.
Wie wichtig ist das Risikomanagement beim Breakout Trading?
Unabhängig von Strategien oder Positionsgrößen: Risikomanagement ist beim Trading zu jeder Zeit entscheidend. Spekulationen können sich schnell als Fehlschlag erweisen und die Finanzen verschlingen. Daher sind konsequente Stop-Loss-Strategien elementar, um Ihr Kapital langfristig zu sichern.
Kann Breakout Trading automatisiert werden?
Es ist möglich, Breakout-Strategien zu automatisieren. Eine manuelle Überwachung ist jedoch zu empfehlen, da der Markt unkalkulierbar reagieren kann. Mit einer Automatisierung werden zwar gängige Prozesse erleichtert, doch kann keine hundertprozentige Individualität dargestellt werden. Agieren Sie auf veränderte Marktbedingungen lieber mit händischen Checks und Prüfungen.
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